Donnerstag, 12. Januar 2012

RVBW kriminalisiert Fahrgäste!

Die RVBW setzen auf der Linie 6 neue Busse ein. Das ist begrüssenswert. Darüber wird auch geschrieben.

Weniger erfreulich ist, dass in diesen neuen Fahrzeugen eine Videoüberwachung installiert ist. Angeblich zum Schutz der Fahrgäste und der Fahrer.

Dabei übersieht die RVBW, dass damit alle Fahrgäste als mögliche Verbrecher eingestuft werden.

Nun wird sicher eingewendet dass, wer nichts zu verbergen habe, auch nichts befürchten müsse. Dass man nichts befürchten müsse stimmt erstens nur sehr bedingt (siehe weiter unten) und zweitens geht es trotzdem niemanden etwas an, was ich wann, wo und wie mache. Das ist meine ganz private Sache. Es ist weder Sache der RVBW noch von sonst jemandem.

Die RVBW verliert kein Wort darüber, wie lange die Daten gespeichert werden, was damit geschieht, wer darauf Zugriff hat, wem sie zur Verfügung gestellt werden oder wie gut die geschützt sind. Oder ob sie sogar über Funk irgendwohin übermittelt werden. Die RVBW gelten als öffentliches Verkehrsmittel. Ich bin mir nicht sicher, ob das einfach so geht. Das ist eindeutig Vorratsdatenspeicherung.

Ich weis, es gibt Leute, die für die totale Überwachung sind. Dass dann Daten plötzlich in Youtube auftauchen, die man lieber nicht dort hätte, kriegen die gar nicht mit. Diese Dame hätte sicher nie daran gedacht, als schlechtes Beispiel veröffentlicht zu werden. Sowas kann überall passieren, wo vermeintlich mit Videoüberwachung geschützt wird.

Ich freue mich auf eine rege Diskussion, entweder hier oder im Forum der Piratenpartei
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