Freitag, 15. März 2013

Mit Repression gegen das Jammern

Heute habe ich mich nach langer Zeit wieder einmal geärgert Da höre ich doch im Radio SRF1 im Rendez-vous am Mittag einen Beitrag über angebliche Internetpiraterie in der Schweiz. Wieder einmal betete der Geschäftsführer des Verbandes der Musikverlage vor, wie schlecht es den Musikverlagen in der Schweiz doch gehe. Nicht lizenzierte Musik werde auf Internet - Plattformen illegal zur Vergügung gestellt. Damit werde dem CD-Verkauf der Garaus gemacht.

CD-Verkauf? Der meinte wohl, die Verlage könnten nicht mehr so abzocken wie bisher. Ich bitte Sie, wer kauft denn heute noch so resourcenfressende Compact Discs? Weshalb soll ich Zusammenstellungen von Musikstücken kaufen, wenn ich nur ein einziges Lied will?

In der Schweiz ist es nicht verboten, Musik oder Filme aus dem Internet auf den eigenen PC, den Laptop oder das Smartphone herunter zu laden - im Gegensatz zu andren Ländern. Das will der Verband der Musikverlage mit aller Kraft ändern. Er setzt auf Repression. Dabei hat dieser Schweizer Ableger des internationalen Verbandes mächtige Unterstützung.

Seit bestehen der Musik- und Filmverlage besteht deren Geschäftsmodell zur Hauptsache darin, mit Knebelverträgen Künstler an sich zu binden und sie - im Verhältnis mit den Einnahmen - mit Almosen abzuspeisen und mit Kopierverboten (die sagen dem doch tatsächlich KopierRECHT!!!) die Fans der Künstler zu vergraulen.

Der Verband, der Repression schamlos ausübt, wurde dafür auch schon gebüsst.

Nicht vergessen ist auch die Geschichte, wie der Verband die Schweizer Hitparade auf (damals noch) Radio DRS3 manipulierte.

Und jetzt bietet wiederum das mit Zwangsgebühren finanzierte Radio SRF1 dem "Jammeri vom Dienst" die Gelegenheit, zu bester Sendzeit seine Hasstirade gegen Musikliebhaber und Fans von Künstlern zu äussern.

Ich bin mir sicher, dass die Falschinformationen nun auch noch in anderen Medien verbreitet werden.

Genau das ist es, was mich so geärgert hat.

Ah ja, zum Beanstanden dieser SRF1-Sendung darf man zurst dem Obudsmann schreiben, bevor dessen Etnscheid an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen weitergezogen werden kann.

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