Sonntag, 22. Februar 2015

Ich will gar nicht stärker sein!

Gleich zu Beginn: ich bin ein Raucher. Ich verbringe jeden Donnerstag Abend mit meinen Freunden. Während der kalten Jahreszeit in einem bedienten Raucherlokal. Wir paffen Zigarren. Ich vorzugsweise echte Puros aus Kuba. Zwei bis drei pro Donnerstag sind es schon. In der wärmeren Jahreszeit rauchen wir in den Gärten oder auf den Terrassen der Restaurants. Erstaunlich, dass auch Nichtraucher draussen sitzen, obschon drinnen ja alles rauchfrei ist. Aber lassen wir das.

Bei schönem Wetter sitze ich zu Hause auf unserer Terrasse, die ich "Dunhill Early Morning Pipe Plaza" getauft habe und rauche Pfeife. Nur nicht am Donnerstag (siehe oben).
Dunhill Early Morning Plaza

Mindestens einer meiner Bekannten, der auch Zigaretten rauchte, hat umgesattelt auf E-Zigaretten. Er verdampft jetzt Wasser. Das darf er (noch) - aber in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht. Man kann ja von einem Kontrolleur nicht erwarten, Dampf von Rauch unterscheiden zu können (sagt die SBB - nicht ich). Also wird sicherheitshalber alles verboten. E-Zigaretten sind sowieso schlecht - man kann sie ja geniessen!. Genuss? I gitt i gitt! Das wäre ja noch schöner.

Das BAG, mit seinen schier unerschöpflichen Geldreserven, hat eine neue Kampagne lanciert.  Die heisst jetzt "Ich bin stärker". Früher, im Kindergarten, hiess das "mein Vater ist stärker als deiner!". "Plus ça change, plus ça reste la même chose" – heisse Luft bleibt heisse Luft. Eine Geldverschwendung – und erst noch gross angekündigt und von den Rauchern selber bezahlt.

Nebst der Geldverschwendung - die Kampagne kostet insgesamt 9 (NEUN) Millionen Stutz - schadet die Kampagne noch der AHV. Je weniger Tabak verbrannt wird, desto geringer die Beträge an diese soziale Errungenschaft.

Eine kleine Annäherung an die Privatwirtschaft macht das BAG allerdings. Als erster Schritt kann man sich für 8 Rappen pro Minute auf der Rauchstopplinie erzählen lassen, man hören will und sowieso schon weiss. Das ist richtig billig, wenn man die Tarife der Esoterik-Hotlines damit vergleicht. Mike Shiva und andere wollen dafür wesentlich mehr.


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