Donnerstag, 21. Mai 2015

Betrug mit dem Ökobonus der ABB

„Tue Gutes und berichte darüber“ sagt die Werbung. So auch bei ABB. Nachhaltig profitabel berichtet darüber sehr wohlwollend.
Aber ist es auch so?  Ist das Mobilitätskonzept der ABB für die umliegenden Gemeinden wirklich so gut? Ist es wirklich den Ökobonus wert?
Ich kann nur für die Gemeinde Obersiggenthal Stellung nehmen. Und hier stimmt es wirklich nicht. Eigentlich hat die Gemeinde selber Schuld. Sie will ja keine Blauen Zonen einführen, Das entspreche „keinem Bedürfnis“, wie der Gemeinderat auf individuelle Anregungen früher erklärte.
Nun, vielleicht ändert sich das ja.
Denn  viele ABB-Angestellte, darunter auch Grenzgänger  kommen mit den Auto nach Obersiggenthal oder anderen Gemeinden in der Umgebung. Sie stellen den Wagen da ab. Natürlich auf öffentlichem Grund. Das ist ja gratis (für die Auswärtigen). Dann benützen sie die RVBW (ein Jahresabo für Zone 1 kostet ja bloss CHF 747,00. Unpersönlich muss man nur CHF 828,00 hinblättern. Bei einer Fahrgemeinschaft kassiert jeder Mitarbeiter oder jede Mitarbeiterin CHF 400,00 als sogenannter "Mobilitätsbonus". Da lohnt es sich schon, die wenigen öffentlichen Parkplätze in Obersiggenthal zu belegen und per pedes oder mit der RVBW an den Arbeitsplatz zu gehen. Derweil finanzieren die Steuerzahler in Obersiggenthal die Infrastruktur murrend weiter. Mit einer blauen Zone wäre das Problem ja gelöst. Die Überwachung könnte im Rahmen des Vertrages mit der Stadtpolizei Baden erfolgen. Oder die Gemeinde könnte auch das Parkplatzreglement ändern. Aber dazu braucht es wahrscheinlich einen Piraten im Gemeinderat, der sich dafür einsetzen würde. Denn für den Besuch beim Coiffeur genügen die blauen Zonen (bei der Coiffeuse bin ich nicht so sicher…). Andere Gemeinden, wie z. B. Wettingen, haben das schon lange eingeführt.

Die ABB hatte vielleicht Gutes im Sinn, als sie den "Mobilitätsbonus" einführte . Ob sie auch an die umliegenden Gemeinden gedacht hatte? Ich werde sie einmal fragen. Vielleicht erhalte ich auch eine Antwort.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Jaja, das Alter.

In meinem letzten Beitrag habe ich die Frage gestellt, ob ein Leserbriefschreiber recht hat, wenn er alle Pensionierte als Nostalgiker darstellt. Er vertritt die Ansicht, dass Pensionierte generell nichts in der Exekutive zu suchen haben.

Hier nun eine Zusammenfassung der Antworten, die ich auf Facebook, Twitter und im Forum der Piratenpartei erhalten habe.

Gleich zu Beginn: Die Mehrheit ist anderer Meinung. Gefragt wurden 282 Personen im Zeitraum vom 6. bis zum 9. Mai 2015.
Immerhin sind über 16 Prozent der Befragten dagegen, dass Rentner verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen sollten.
Einer davon war noch negativer als der Verfasser des Leserbriefes:

"Leute über 25 sollten keine politischen Aufgaben wahrnehmen dürfen, weil es nicht ihre eigene Zukunft ist, die ruiniert wird"

sagt Vanadis. Er hat ja nicht ganz unrecht, wenn man die Vergangenheit betrachtet. Über 83 Prozent der Befragten meinen jedoch, das Alter sage nicht unbedingt etwas über die Qualität aus.
Sandro meint sogar "erst recht!!!" Es bestünde "weniger Bedarf an Profilierungsneurosen". Dem ist nichts beizufügen.
Etwas erstaunt hat mich aber Dominic, er hat mich mit der Führungsriege der ehemaligen UdSSR verglichen! "Die waren alle über 90", sagt er. Ich weis jetzt nicht, wie ich diesen Vergleich auffassen soll, aber immerhin hat auch er nichts gegen Rentner in der Exekutive.

Ich gebe jedoch zu, dass es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Studie handelt. Ich habe meine "Follower" bei Twitter, "Freunde" bei Facebook und meinen Blog benützt. Im Forum der Piratenpartei habe ich auch gefragt. Ich habe die Kollegen am Puros-Stammtisch befragt und meine Klassenkameraden und Kameradinnen interviewt (zufällig haben wir uns zum alljährlichen Klassentreffen auf dem Güsche getroffen).
Die "Rücklaufquote" betrug lediglich 2.12 Prozent.

In Obersiggenthal gibt es weiterhin 2 Kandidaten für die Ersatzwahl in den Gemeinderat.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Sollen Rentner wirklich nicht in ein Exekutivamt?

Ich bin seit Jahren pensioniert. Das hat mich nicht daran gehindert, bei der Obersiggenthaler Ersatzwahl in den Gemeinderat mitzumachen. Erstens weil es doch einige Personen gab, die mich ermuntert haben. Zweitens weil es sehr lange danach aussah, als würde sich sonst niemand für dieses Amt zur Verfügung zu stellen. Und drittens, nachdem die CVP doch noch jemanden gefunden hatte, weil die Bürger nur eine Wahl haben, wenn sie eine Auswahl haben. Und zudem haben 12 liebe Personen aus dem Volk meine Anmeldung zur Wahl unterschrieben.

Natürlich wurde das auch in der Presse publiziert. Das hat einen Herrn F. E. zu einem Leserbrief
motiviert.

Er vertritt die Meinung, dass Rentner in der Exekutive nichts zu suchen haben.

Meine Ansichten sind da ein bisschen anders. Immer nur "motzen" geht nicht, man muss auch einmal Verantwortung übernehmen. Zudem genügt es nicht, wenn man "weise Ratschläge" erteilt. Die "freie" Zeit, welche die Pensionierten haben, gibt ihnen die Möglichkeit, die Akten besser zu studieren, sich Lösungen für Probleme detaillierter zu überlegen.

Herr E. meint wahrscheinlich, dass alle Pensionierte nur noch zum Erzählen von Geschichten da sind. Alle Rentner sind ohne Energie.

Was meint Ihr dazu? Eure Meinung interessiert mich. Gebt hier einen Kommentar ab, schreibt in mein Gästebuch oder diskutiert im Forum der Piratenpartei mit.